Lunatic 2021 – Über die Kulinarik an den zwei Festivaltagen
Titelblatt, Unikultur

Lunatic 2021 – Über die Kulinarik an den zwei Festivaltagen

Das lunatic-Festival ist ausgeklungen – Stimmung und Kulinarik wirken nach. Sowohl Freitag als auch Samstag war die Univativ auf dem Festival unterwegs, um für euch das kulinarische Angebot zu probieren. Außergewöhnliches und Leckereien waren genug dabei – doch was hat unsere Autorin am meisten überzeugt? 

Zugegeben, ich konnte es kaum abwarten am Freitag auf den Foodcourt zu kommen, um das kulinarische Angebot auszukundschaften. So sehr ich mich auch auf die Acts freute, das gastronomische Angebot war mir nicht weniger wichtig, zumal die Temperaturen nahezu die 30-Grad-Marke knackten. Wie also am besten stärken vor dem nächsten Act?

Der Foodcourt am Samstag.

Der Foodcourt auf dem lunatic 2021 befand sich auf dem Parkplatz zwischen dem Zentralgebäude und den Hörsälen. Da es am Freitag wesentlich leerer war als am Samstag, machte sich das smarte Konzept des Foodcourts vor allem am zweiten Tag des Festivals bemerkbar: Er war nach dem Einbahnstraßen-Prinzip aufgebaut. Nach dem Check-In am Eingang traf man auf insgesamt fünf Stände, die mit allerlei Köstlichkeiten aufwarteten. Nach der getroffenen Entscheidung, ging man auf die gegenüberliegende Seite der Food-Truck-Stände, um sich an einem der vielen Tische niederzulassen. Auf der großen Fläche befanden sich zahlreiche Bierzeltgarnituren, die zum Verweilen einluden. Untermalt wurden Essen und Genuss durch das Mamagei-Kollektiv, das sowohl am Freitag als auch am Samstag für die musikalische Untermalung und die richtige Atmosphäre beim Schlemmen sorgte.

Hinter den Foodtrucks gab es zahlreiche Sitzgelegenheiten.

EatSubu – die Qual der Wahl zwischen Sushi-Burrito und Sushi-Bowl

Der erste Food-Truck war “EatSubu”. Bei EatSubu standen ein Sushi-Burrito und eine Sushi-Bowl zur Auswahl. Die Füllung des Burritos bestand aus würzigem Sushi-Reis und viel frischem Gemüse, die man dann wahlweise um zwei hausgemachte Soßen und die Hauptfüllung ergänzen konnte. Die Hauptfüllung bestand aus mariniertem Tofu oder der Variante mit Erdnüssen und Edamame aus Sojabohnen.

Der EatSubu-Stand bot Sushi-Burritos und Sushi-Bowls zur Stärkung an.

Die Sushi-Bowl hingegen war zwar ebenfalls mit dem würzigen Reis sowie Gemüse gefüllt, jedoch fiel die Ummantelung durch den Burrito weg. Stattdessen wurden die Bowl mithilfe von Erdnüssen, Sesam, zwei hausgemachten Soßen, Edamame und durch die Wahl von einer der zwei Hauptfüllungen komplettiert. Bereits nach dem ersten Stand war mir klar, dass die Entscheidung keine leichte werden würde. Mein Eindruck bestätigte sich gleich beim nächsten Foodtruck.

Handbrot made in Lüneburg

Dass ein Handbrot-Stand auf keinem guten Festival fehlen darf, ist wohl bekannt. Auch beim Lunatic-Festival dieses Jahr war ein Handbrot-Stand aus Lüneburg vertreten, der die Wahl auf die passende Stärkung noch schwieriger machte. An diesem Foodtruck bestand die Auswahl aus zwei verschiedenen Arten von Handbrot – zum einen das gefüllte Brot mit Champignons, zum anderen mit Tomaten und Feta. Je mehr Trucks, desto schwieriger die Wahl. Am Freitag lief ich noch am Handbrot-Stand vorbei und zum nächsten Gaumenschmaus, der Pommes-Bude. Am Samstag jedoch kam ich nicht am Handbrot vorbei und entschied mich für die Füllung mit Tomaten und Feta. Getoppt wurde das Ganze durch einen hausgemachten Dip mit Schnittlauch.

Von links nach rechts: Handbrot mit Champignon-Füllung, Handbrot mit Tomate-Feta-Füllung und (Achtung: Spoiler!) Quesadilla mit Guacamole

Frittenfreude – eine Auswahl zwischen drei Optionen

Am Stand der “Frittenfreude” warf ich zunächst einen Blick auf das Angebot. Bestellen konnte ich entweder die Fritten Classic, die Fritten Chilli Cheese oder die Fritten Enak. Während die Fritten Classic mit diversen Saucen beziehungsweise Toppings nach Wahl ausgehändigt wurden, wurden die Fritten Chilli Cheese um eine warme Cheddar-Sauce sowie um Paprika Jalapeños ergänzt. Die Besonderheit liegt nach Aussage einer Mitarbeiterin des Standes jedoch nicht in den Fritten selber: “Mitgenommen haben solltet ihr auf jeden Fall die Fritten Enak, eine vegane Variante an unserem Stand. Das sind Fritten mit einem asiatischen Salat, Röstzwiebeln und Erdnuss-Sauce.” Was auf den ersten Blick merkwürdig erschien, entpuppte sich ihr zufolge in der Vergangenheit als der Renner schlechthin: “Zunächst trauen sich einige nicht, weil da noch ein paar knusprige Nudeln auf den Fritten sind. Aber die, die es genommen haben, kommen immer wieder. Unser Angebot gibt es nirgendwo anders.”

Auch wenn ich ziemlich angetan von der außergewöhnlichen Fritten-Kombination war, entschied ich mich für eine mittelgroße Pommes mit leckerer Basilikum-Mayonnaise. Jan (Jan Gooss, Autor der Univativ und ehemaliger Chefredakteur) hingegen nahm die Fritten Chilli Cheese.

Links die Fritten Chilli Cheese, rechts die Fritten Classic mit Basilikum Mayonnaise.

Die Gondel – für eine Erfrischung zwischendurch

“Die Gondel” bot Freitag und Samstag leckere Kaffeespezialitäten an. Doch nicht nur das: Eigentlich sollte sich zur Gondel ein spezieller Eis-Stand mit Rolled-Ice-Cream gesellen – dieser ist jedoch kurzzeitig abgesprungen. Stattdessen haben die Mitarbeiter*innen binnen drei Tagen das Eis-Fahrrad fertig gebaut. Das Fahrrad war mobil und daher an beiden Tagen an verschiedenen Örtlichkeiten am Campus anzutreffen. Zur Auswahl standen verschiedene vegane Eissorten (darunter Vanille-Mandel, Heidelbeere, Schoko-Nero, Rhababer, Zitrone-Basilikum und Minze). Während zwar das Eis vegan war, waren es die Waffeln leider nicht.

Zurück zur Gondel – wer dem Eis-Fahrrad nicht über den Weg gelaufen ist, bekam auch an der Gondel eine kühle Erfrischung: “Zusätzlich zum Kaffee und wegen des schönen Wetters haben wir uns eine Slush-Eis-Maschine angeschafft”, so der Verkäufer . Man konnte sogar Kaffee in Slushed-Eisform oder auch einen geeisten Tonic bekommen. Allerdings: “Das wirklich Besondere an unserem Stand ist jedoch der alkoholfreie Campari, den wir heute und morgen anbieten.”

Los Tacos Locos – “Loco” von den Mitarbeiter*innen bis hin zum Essensangebot

Bei “Los Tacos Locos” gab es neben Quesadillas auch Tacos, Burritos sowie neuerdings Empañadas – gefüllte Teigtaschen aus Argentinien. Auch wenn die Empañadas schon ziemlich neu und außergewöhnlich klingen, das Besondere an dem Stand seien laut des Verkäufers Simon immernoch die Tacos und Burritos, die hausgemacht sind und um ebenfalls selbstgemachte Soßen abgerundet wurden.

“Los Tacos Locos” am Ende des Foodcourts.

Eine Menge Auswahl also, die an den beiden Festivaltagen auf dem Campus der Leuphana Universität Lüneburg geboten wurde. Glücklicherweise habe ich Freitag sowie Samstag den einen oder die andere auf dem Foodcourt getroffen und naschen dürfen. Mein Eindruck: Viel Auswahl gab es an verhältnismäßig wenig Foodtrucks. Das Preis-Leistungs-Verhältnis war zufriedenstellend.

Und das Außergewöhnlichste: Alle Foodtrucks kamen aus Lüneburg bzw. direkter Umgebung wie Hamburg. Sobald Veranstaltungen unter der Bedingung einer unproblematischen Infektionslage wieder möglich sein werden, haltet doch mal Ausschau und erinnert euch an die Besonderheiten und Leckereien der Food-Trucks auf dem Lunatic-Festival.

 


Die im Artikel genannten Foodtrucks findet ihr auf Instagram bzw. auf der jeweils eigenen Internetseite. Auf dieser Basis könnt ihr auch sehen, wo ihr die Trucks abseits eines Festivals antrefft, um Gastronomiebetreibende zu unterstützen.

 

Transparenzhinweis: Der Besuch der Autorin auf dem Festival war am Freitag kostenfrei. Am Samstag hingegen war sie privat auf dem Lunatic unterwegs.

Titelbild und Fotos: (c) Merle Schütt

9. Juni 2021

About Author

Merle Schütt studiert Kulturwissenschaften und interessiert sich besonders für Sprache und Sport, kocht gerne und isst anschließend alles Süße, das ihr zwischen die Finger kommt.