Verzicht – ein 40-tägiges Experiment
Ausprobiert, Titelblatt

Verzicht – ein 40-tägiges Experiment

Heute beginnt die christliche Fastenzeit. Unsere Autorin Laila bleibt 40 Tage lang nüchtern und berichtet über das Verzichten in Zeiten des Überflusses.


Fastenzeit, das klingt bereits unsexy bevor geklärt ist, worauf eigentlich warum verzichtet werden soll. Genau diese Zeit steht nun vor der Tür, ohne dass die meisten Studierenden davon überhaupt Notiz nehmen. Natürlich handelt es sich hier um ein christliches Ritual, weshalb es  ok ist, das sich nicht jeder dafür interessiert. Jedoch steigen, wenn es zu Weihnachten um Völlerei und Geschenkewahnsinn geht, die meisten doch auch gerne mit aufs Trittbrett und genießen die Vorzüge. Warum nicht also auch mal einen Blick auf die Fastenzeit werfen? Die Fastenzeit ist die österliche Bußzeit, die 40 Tage dauernde Vorbereitung auf Ostern, dem wichtigsten Fest der Christenheit. Sie beginnt am Aschermittwoch und endet in der Nacht vor Ostern. Christen sollen sich in dieser Zeit auf die wirklich wichtigen Dinge besinnen und auf etwas verzichten, das ihnen im Alltag unerlässlich scheint. Viele entscheiden sich dabei für Fleisch, Alkohol oder Süßigkeiten.

Und schon ist klar, was diese Zeit so viel unpopulärer macht als die schillernde, leuchtende und wohlduftende Vorweihnachtszeit.

In den letzten Jahren habe ich bereits auf Fleisch und Fisch verzichtet. Nicht aus religiösen Gründen, sondern um zu testen, wie einfach ich noch auf irgendetwas verzichten kann. Dieses Jahr will ich etwas extremer herangehen. Ich habe beschlossen auf alle Rauschmittel zu verzichten, zumindest bis Ostern. Zigaretten, Alkohol, Süssigkeiten und alles, was man sonst so für eine ordentliche Party braucht, sind für mich in der nächsten Zeit tabu.

Ab jetzt berichte ich euch jede Woche, wie sich Hausarbeiten so ganz ohne Zigaretten und Schokolade zwischendurch schreiben lassen und wie es sich nüchtern durch die Hamburger Nächte tanzt. Ich teile mit euch Stimmungsschwankungen, Hautveränderungen und beleuchte auch soziale Hindernissen, die man zu überwinden hat, wenn man die Welt 40 Tage lang nüchtern betrachtet.

Foto: Unsere Autorin bei einem letzten Exzess/ (C) Laila Samantha Walter

Autorin: Laila Samantha Walter

10. Februar 2016

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