Am 13. September hat sich in Lüneburg weder für das Rathaus noch für das Kreishaus eine Mehrheit gefunden. Beide Amtsträger:innen werden deshalb erst am kommenden Sonntag, den 27. September, in Stichwahlen bestimmt. Ein Überblick über die Ergebnisse vom ersten Wahlgang, die Kandidat:innen der Stichwahl und alles, was am Sonntag zu beachten ist.
Das Ergebnis vom 13. September
Bei der Wahl zur Oberbürgermeisterin kam Amtsinhaberin Claudia Kalisch auf 36,12 Prozent der Stimmen (14.497 Stimmen). Auf Platz zwei landete Heiko Meyer (Die Unabhängigen) mit 28,22 Prozent (11.326 Stimmen). Die übrigen sechs Bewerber:innen schieden aus, darunter Andrea Schröder-Ehlers (SPD) mit 12,95 Prozent (5.196 Stimmen) und Patrick Pietruck (CDU) mit 9,71 Prozent (3.897 Stimmen). Da niemand die absolute Mehrheit erreichte, treffen Kalisch und Meyer am Sonntag erneut aufeinander.
Bei der Landratswahl setzte sich Steffen Gärtner (CDU) mit 44,91 Prozent (43.800 Stimmen) deutlich an die Spitze, verpasste die absolute Mehrheit damit aber ebenfalls knapp. Dahinter lieferten sich André Schuler (SPD) und Torsten Franz (Grüne) ein enges Rennen um Platz zwei: Schuler kam auf 27,98 Prozent (27.293 Stimmen), Franz auf 27,11 Prozent (26.446 Stimmen) – ein Vorsprung von nur rund 800 Stimmen entschied zugunsten Schulers.
Insgesamt gaben 40.676 Lüneburger:innen ihre Stimme ab, die Wahlbeteiligung lag bei 67,45 Prozent und damit deutlich über dem Wert von 2021 (56,24 Prozent). Im Rat gab es bei den großen Parteien leichte Verluste, während kleinere Parteien und Listen Stimmenanteile hinzugewinnen konnten.
Wer am Sonntag zur Wahl steht
| Stichwahl | Kandidat:innen |
|---|---|
| Oberbürgermeister:in (Hansestadt Lüneburg) | Claudia Kalisch (Einzelwahlvorschlag) vs. Heiko Meyer (Die Unabhängigen) |
| Landrat (Landkreis Lüneburg) | Steffen Gärtner (CDU) vs. André Schuler (SPD) |
Anders als beim ersten Wahlgang reicht in der Stichwahl die einfache Mehrheit – gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhält, eine 50-Prozent-Hürde gibt es nicht mehr. Die Wahlberechtigten haben jeweils eine Stimme pro Stichwahl.
Ablauf und Stimmzettel
Gewählt wird am Sonntag, 27. September, in den gewohnten Wahllokalen der Kommunalwahl. Auf dem blauen Stimmzettel steht die Wahl zur Oberbürgermeisterin bzw. zum Oberbürgermeister, auf dem rosa Stimmzettel die Landratswahl. Wer im Wählerverzeichnis steht, kann auch ohne Wahlbenachrichtigung wählen – ein gültiger Personalausweis oder Reisepass reicht.
Briefwahl: Frist läuft
Wer die Briefwahl bereits bei der Kommunalwahl am 13. September beantragt und dabei auch die Stichwahl mit angekreuzt hat, muss nichts weiter tun – die Unterlagen werden automatisch zugeschickt. Alle anderen sollten sich beeilen: Das Briefwahlbüro im Rathaus (Eingang E) ist noch bis Freitag, 25. September, für die Beantragung geöffnet, die gesetzliche Frist läuft an diesem Tag um 13 Uhr ab. Bei plötzlicher Erkrankung ist eine Beantragung noch bis zum Wahltag möglich. Direkt im Briefwahlbüro wählen kann man ebenfalls, mitzubringen sind dafür die Wahlbenachrichtigung mit ausgefülltem Briefwahlantrag auf der Rückseite sowie der Personalausweis.
Weitere Informationsangebote
Amtlich:
- Kommunalwahlen 2026 – Hansestadt Lüneburg – Fristen, Stichwahl, Bekanntmachungen, vorläufige Ergebnisse
- Landkreis Lüneburg – Kreiswahl, Landratswahl
Journalistisch:
- Luene-Blog: Ergebnisse und Stichwahl-Berichterstattung
- Luene-Blog: Stichwahlen am 27. September – Stimmzettel, Briefwahl
- Lüneburg Aktuell: Kommunalwahl-Überblick
- Landeszeitung Lüneburg: Was machen Bürgermeister und Landrat eigentlich?
Bild: Braunes und weißes Betongebäude tagsüber – Philipp Deus (@deuspix) – Unsplash
