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Bahnstrecke gesperrt, Campus bleibt offen – Was die Streckensperrung für Leuphana-Studierende bedeutet

Ab dem 1. Mai ist die Bahnstrecke zwischen Lüneburg und Hannover gesperrt – stufenweise, aber mit voller Wucht. Das Präsidium besteht trotzdem auf Präsenz. Was das konkret bedeutet, und wie ihr die nächsten Wochen übersteht.


Stellt euch vor: Ihr sitzt morgens am Bahnhof, euer Seminar beginnt um 10 Uhr – und wo sonst der metronom stand, parkt ein Ersatzbus. Der Zug nach Lüneburg? Fährt nicht.

Und das Präsidium teilt euch in einer Mail mit, dass Präsenzveranstaltungen selbstverständlich wie geplant stattfinden.

Ab dem 1. Mai 2026 beginnt die Deutsche Bahn mit ihrer sogenannten „Qualitätsoffensive“ auf der Strecke Hamburg–Hannover. Was nach Marketing klingt, ist für Tausende Pendler:innen – darunter viele Leuphana-Studierende – schlicht: Sperrung. Und zwar eine, die sich über zehn Wochen bis zum 10. Juli 2026 hinzieht.

Was gesperrt wird – und wann

Das Ganze läuft nicht auf einen Schlag, sondern in Etappen. Der metronom, der zentrale Regionalzug für die Strecke, hat die Phasen so kommuniziert:

  • Ab 1. Mai: Der Abschnitt Celle–Hannover wird vollständig gesperrt. Kein Zug, kein metronom – nur Ersatzbusse.
  • 1. Mai bis 14. Mai: Auch auf Celle–Uelzen fahren noch Güterzüge, aber keine Nahverkehrszüge. Der metronom entfällt auf diesem Abschnitt komplett.
  • 1. Mai bis 14. Juni: Auf Uelzen–Lüneburg fahren Fern- und Güterzüge weiter, und auch der metronom kann hier „mit einigen Zügen“ fahren. Das Angebot wird also ausgedünnt, ist aber nicht ganz weg.
  • Ab 14. Juni: Dann wird es ernst. Der gesamte Abschnitt Lüneburg–Hannover wird für die Qualitätsoffensive gesperrt. Wer aus Richtung Hannover oder aus dem Süden nach Lüneburg pendelt, ist auf Ersatzbusse angewiesen.

Für die Verbindung Richtung Hamburg gilt: Die Strecke bleibt in eingeschränktem Umfang in Betrieb. Wer von Hamburg oder aus dem Hamburger Umland nach Lüneburg fährt, wird also Züge finden – aber auch hier mit Einschränkungen. Aktuelle Verbindungen gibt es wie immer unter bahn.de.

Die Ansage des Präsidiums: Alles bleibt, wie es ist

In einer E-Mail an alle Studierenden hat das Präsidium klargemacht: Der Universitätsbetrieb findet während der Sperrungen ohne Einschränkungen in Präsenz statt. Alle geplanten Präsenzveranstaltungen finden wie geplant statt. Für Beschäftigte bleiben die Regelungen zu Telearbeit und mobiler Arbeit unverändert.

Das Präsidium begründet das mit dem Selbstverständnis der Leuphana als Campusuniversität: Entscheidende Lernmomente entstünden auch durch ungeplante Begegnungen, durch Zufälle auf dem Campus. Digitalisierung hin oder her – die Leuphana wolle bewusst diese Linie halten.

Hauptberuflicher Vizepräsident Christian Brei schreibt dazu: Die Leuphana sei „grundsätzlich eine Campusuniversität und verfolgt diese Linie bewusst auch in Zeiten zunehmender Digitalisierung.“

Einen kleinen Spielraum gibt es aber doch: Lehrende können bei Härtefällen mit Studierenden individuelle Regelungen zur Teilnahme treffen – im Rahmen ihrer persönlichen Verantwortung für die Lehre. Konkret bedeutet das: Sprecht eure Lehrenden direkt an, wenn die verlängerte Anreise für euch zum ernsthaften Problem wird. Einen Automatismus gibt es nicht.

Weitere Informationen

Die Landeszeitung Lüneburg berichtet intensiv über die Qualitätsintensive und hat auch einen Newsletter gestartet. Der Metronom stellt aktualisierte Fahrpläne und weitere Informationen zur Verfügung. Aktuelle Informationen, Präsentationen und Zeitpläne zur „Qualitätsoffensive Hamburg – Hannover“ stellt die Deutsche Bahn auf ihrer Projektwebsite bereit: bauprojekte.deutschebahn.com/p/hamburg-hannover

Im Jahr 2029 ist die Generalsanierung der Strecke Hamburg-Hannover geplant, hierfür wird die Strecke mehrere Monate komplett gesperrt.


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Mit Material der E-Mail vom Präsidium der Leuphana zu dem Thema.

Christopher Bohlens

Schreibt immer irgendwas über Hochschule, Politik oder Veranstaltungen, wo es so richtig kracht. Liebt investigativen Journalismus und beschäftigt sich viel mit Daten.

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